Die Geschichte des Klosters Drucken E-Mail

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Visitation Kloster in Warschau ist das älteste Ordenshaus in Polen. Es entstand von der Stiftung des Pariser Klosters (der Faubourg St. Jacques) in Zusammenarbeit mit den Klöstern von Lyons-Bellecour und Troyes. Zwölf Nonnen mit Mutter Mary Catherine de Glétain kamen nach Warschau im Sommer 1654 Jahre auf Antrag der Königin Marie Louise Gonzaga, der Ehefrau von Jan Kazimierz. Durch Bemühungen der Königin wurde ein hölzernes Kloster in der Krakowskie Przedmiescie gebaut, in der Nähe der königlichen Residenz (Kazimierzowski Palast). Am 9. August des gleichen Jahres, wurde die Klausur in Anwesenheit des königlichen Paares offiziell geschlossen. Die erste Polin dort war Helena Warszewicka, die den Namen Maria Ludwika nahm. Bereits im nächsten Jahr nach dem Absetzen in Polen mussten die Schwestern das Kloster wegen der schwedischen Invasion verlassen, und zusammen mit dem königlichen Hof nach Głogówek in Schlesien emigrieren. Im Jahre 1657 haben sie noch einmal kurz das Kloster verlassen, als Warschau durch Invasion von Tataren bedroht wurde.

Während der großen Epidemien in den Jahren 1708-1709 sind die meisten der Gemeinde zum Bauernhof in Zawiszyn gefahren, es blieben nur zehn Schwester, die sich um das Kloster kümmern wollten.
Trotz der ungünstigen politischen und sozialen Situation wuchs schnell die Zahl der Schwestern. Die Zeit des dynamischsten Wachstums des Ordens auf den polnischen Gebieten fiel auf siebzehnte und achtzehnte Jahrhundert. Noch im siebzehnten Jahrhundert hat das Kloster in Warschau zwei neue Häuser in Krakau (1681) und Vilnius (1694) gestiftet. Von Anfang an, nach dem Willen der Stifterin Königin haben die Schwester bei der Erhaltung des kontemplativen Lebens, ein Internat für Mädchen geführt, um die pädagogischen Bedürfnisse der Hauptstadt entgegen zu kommen. Sie haben auch eine Stickerei-Werkstatt geöffnet. Als die Gemeinde zum größten Teil polnisch war, hat man mit der Übersetzung aus dem Französischen angefangen.

Kalwaria
Seit Anfang der sechziger Jahren der siebzehnten Jahrhundert hat man mit dem Bau der gegenwärtigen Backsteinklosters angefangen, deren erste Ostflügel vom Wisla Fluss in 1664 von Mitteln der Königin entstand. Weiterer Ausbau des Klosters, der mit der Initiative von Schwester Mary Constance Cantarini begann, wurde in den Jahren 1670-1682 fortgesetzt.
Es wurde der Nordflügel des Klosters zusammen mit den angrenzenden Wirtschaftsgebäuden - Speisekammer, Bäckerei und Kornspeicher, und der größere Teil des Westflügels errichtet. Als Folge der Expansion nahm das Kloster die Form eines Quadrats.

Im Jahre 1727 aus Initiative Elizabeth Lubomirski Sieniawska und Maria Helena Poniatowka hat man mit dem Bau der heutigen Kirche angefangen. Die Jahre der Bauzeit mit einer Pause von 1733-1754 wegen des Mangels an Mitteln, fielen mit dem Wechsel in Architekturstil, Barock zum Rokoko zusammen, die zwei Stilmerkmale lassen sich in der Kirche klar unterschieden. Durch Archivquellen zertifizierte Bauarchitekten waren Karol Bay und Jacob Fontana. Der stuck-skulpturale Dekor, darunter die berühmte Boot-förmigen Kanzel, machte die Jan Jerzy Plersch Werkstatt. Die Kirche wurde am 20. September 1761 von Bishop Jozef Zaluski geweiht. ( video>>)
 
Nach dem Bau einer neuen, derzeitigen Kirche begann man mit der Anpassung des Südflügels auf die Bedürfnisse des Klosters, wo sich zuvor der ursprüngliche Tempel befand. Der Umbau wurde in den Jahren 1782-1785 aus Initiative der Mutter Ludwika Helena Zborowska durchgeführt. Das Kloster wurde mit der neuen Kirche mit einem Treppenhaus zum zweistöckigen Chor, an der Südseite angrenzenden Chorraums zusammengeführt. Diese Form der Gebäude hat auf seinem Bild Bernardo Bellotto wiedergegeben.Drzwi klauzuli
Die Zeiten der Teilung Polens haben mal schmerzlich das Kloster betroffen. Während des Kosciuszko-Aufstand wurde die Kirche und das Kloster von vielen wertvollen Kunstwerken beraubt. Von 1797 bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es schrittweise Enteignung von Klosterland, einschließlich Land vom Flussseite und der Karowa Straße. Im Jahr 1807 mussten die Schwester das Kloster, das in ein Krankenhaus für Napoleons Armee umgewandelt wurde, verlassen, und über ein Jahr bei den Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament in Nowe Miasto leben.

Die strengsten Beschränkungen hat das Kloster nach dem Fall der Januar-Aufstand im Jahr 1864 erlebt. Der Zaren Befehl hat ein Ende der pädagogischen Tätigkeit gesetzt, indem
die Mädchenpension geschlossen wurde. Mit ihm wurde das Noviziat geschlossen und die Aufnahme neuer Berufungen wurde für 40 Jahre verboten. Als das Kloster in 1905 wieder eröffnet wurde, von einer Gemeinde von fast 50 Schwestern in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts sind nur noch sieben geblieben. Dank ihres Heldentums hat das Kloster überlebt und sich wieder mit neuen Berufungen gefüllt. Das Krakauer Kloster kam mit der Hilfe für das Warschauer.
Klasztor

Während des Zweiten Weltkriegs überlebten die Kirche und das Kloster sowohl die Bombardierung im September 1939 als auch den Warschauer Aufstand von 1944 und die anschließende Zerstörung der Hauptstadt durch die Nazis. Nach dem Zusammenbruch des Aufstands wurden noch einmal in der Geschichte des Klosters die Schwestern gezwungen, ihn zu verlassen. Im Jahr 1949, dank der Intervention von Jan Zachwatowicz und Aleksander Gieysztor wurde das Kloster vor der Zerstörung gerettet, die von den militärischen und staatlichen Behörden beabsichtigt wurde.

Priester Kardinal Stefan Wyszynski war ein häufiger Besucher des Klosters. Dank seinem Vertrauen konnte das Kloster die Unterstützung der verfolgten Kirche in den kommunistischen Ländern bieten: den Kontakt mit der Gemeinschaft der Schwestern der Heimsuchung in Ungarn herstellen und Gastfreundschaft den Schwestern aus anderen Gemeinden bieten. Unter den Bedingungen der strengen Geheimhaltung wurden im Kloster auch die Diakone aus der Tschechoslowakei zu Priester geweiht.Kościół


 Die Schwestern, die seit 350 Jahren, ein Leben des Gebets und der Einsamkeit führen, versuchen aktiv am Leben der Hauptstadt teilzunehmen, vor allem durch die Bereitstellung der Kirche zur pastoralen und kulturellen Zwecken. Sie wollen, dass ihr Kloster die Tradition der Erbe mit dem heutigen Geist verbindet, sowohl für sich selbst als auch für die Bewohner von Warschau und alle ihre Gäste.

 

Aus den Archiven

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Gottesdienstordnung in der Kirche der Heimsuchung Maria
am Sonntag 
  • 7:30, 9, 10, 11, 12, 17
an Wochentagen
  • 7, 8, 17

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